Bei einer Cremetube sollte zuerst die Creme und die gewünschte Dosierung betrachtet werden – nicht Farbe oder Veredelung. Für Gesichtscremes und gezielte Pflegeprodukte können eine klassische Quetschtube, eine Pumptube oder eine Airless-Quetschtube sinnvolle Ausgangspunkte sein. Entscheidend sind das reale Fließverhalten der Rezeptur, die gewünschte Entnahmemenge, das Zielvolumen, Öffnung und Verschluss sowie die spätere Befüllung und Versiegelung.
Kurzantwort: Beginnen Sie mit der gewünschten Dosierung. Eine klassische Quetschtube passt, wenn direktes Drücken bereits die richtige Anwendung ermöglicht. Eine Pumptube ist sinnvoll, wenn die Entnahme ausdrücklich über einen Pumpmechanismus erfolgen soll. Eine Airless-Quetschtube sollte geprüft werden, wenn ein Airless-System bereits Teil der Produktanforderung ist. Danach werden Öffnung, Volumen, Durchmesser, Verschluss und Eignung für die tatsächliche Rezeptur am konkreten Modell bestätigt.

Zuerst die gewünschte Dosierweise festlegen
Nutzen Sie die gewünschte Dosierung für die erste Vorauswahl. Rezeptur und konkretes Tubenmodell müssen vor der Produktion weiterhin gemeinsam geprüft werden.
Klassische QuetschtubeEin sinnvoller Ausgangspunkt, wenn das Drücken des Tubenkörpers bereits die gewünschte Anwendung ermöglicht.
PumptubeVergleichen Sie diese Richtung, wenn ausdrücklich eine Pumpdosierung im Tubenformat gewünscht ist.
Airless-QuetschtubeDiese Richtung ist sinnvoll, wenn ein Airless-Pumpsystem bereits Teil der Verpackungsanforderung ist.
Beginnen Sie mit den Creme-Eigenschaften, die die Verpackung wirklich beeinflussen
Für die erste Modellauswahl ist kein umfangreicher Rezepturbericht nötig. Hilfreich sind Produkttyp, ungefähre Textur, Anwendungsbereich, gewünschte Füllmenge, bevorzugte Dosierweise sowie bereits bekannte Anforderungen an Befüllung oder Materialverträglichkeit.
Die Bezeichnung des Produkts allein reicht nicht aus. Zwei Produkte, die beide als „Gesichtscreme“ bezeichnet werden, können sich beim Dosieren deutlich unterschiedlich verhalten. Eine Rezeptur lässt sich problemlos durch eine herkömmliche Öffnung drücken, eine andere benötigt möglicherweise eine andere Öffnung oder ein anderes Dosiersystem.
Für die erste Anfrage reichen meist:
- Produkttyp und ungefähre Textur;
- gewünschtes Volumen;
- bevorzugte Dosierweise;
- voraussichtliche Bestellmenge; und
- ein Referenzbild oder Produktlink, falls vorhanden.
Damit lassen sich die ersten Modelle eingrenzen, ohne die Anfrage unnötig kompliziert zu machen.
Geht es ausdrücklich um eine Handcreme, nutzen Sie den separaten Ratgeber zu Handcreme-Verpackungen. Diese Seite konzentriert sich auf Gesichtscremes und gezielte Pflegeprodukte.
Wählen Sie zuerst die Dosieraufgabe und erst danach die Tubenform
Drei Tuben können im Katalog ähnlich aussehen und sich bei der Anwendung trotzdem deutlich unterscheiden. Die Verpackung sollte der gewünschten Entnahme folgen.
Klassische Quetschtube
Bei einer klassischen Quetschtube steuert der Anwender die Entnahme durch Druck auf den Tubenkörper. Sie ist eine praktische Richtung, wenn Rezeptur, Öffnung und gewünschte Menge gut mit direkter Quetschdosierung funktionieren. Verschluss und Öffnung müssen dennoch zum bestätigten Tubenmodell gehören.
Pumptube
Bei einer Pumptube wird das Produkt nicht direkt durch Drücken des Tubenkörpers ausgegeben, sondern über einen Pumpmechanismus. Sie ist dann interessant, wenn die Verpackung bewusst eine Pumpdosierung bieten soll und zugleich die Grundform einer Tube gewünscht ist. Der Pumpmechanismus sollte nicht nur nach seiner Optik gewählt werden; die tatsächliche Rezeptur muss mit dem vorgesehenen Förderweg funktionieren.
Airless-Quetschtube
Eine Airless-Quetschtube verbindet einen flexiblen Tubenkörper mit einem Airless-Pumpsystem. Sie sollte geprüft werden, wenn eine Airless-Tubenlösung bereits zur Produktanforderung gehört. Pumpfunktion, Anpumpverhalten und Fließverhalten der Rezeptur müssen am ausgewählten Modell bestätigt werden.
Die Verpackung sollte nicht komplizierter sein als nötig. Wenn eine klassische Quetschtube die gewünschte Anwendung bereits zuverlässig ermöglicht, macht ein zusätzlicher Mechanismus die Verpackung nicht automatisch besser.

Stimmen Sie die Öffnung auf das tatsächliche Fließverhalten der Creme ab
Die Öffnung ist ein kleines Bauteil, beeinflusst aber die gesamte Anwendung. Eine schmalere Öffnung kann eine gezieltere Platzierung ermöglichen, während eine reichhaltigere Rezeptur dafür mehr Druck benötigen kann. Eine größere Öffnung verändert wiederum, wie schnell und in welcher Menge das Produkt austritt.
Für „dicke Cremes“ gibt es keine allgemeingültige Öffnungsgröße. Prüfen Sie stattdessen die tatsächliche oder eine möglichst ähnliche Rezeptur mit der vorgesehenen Öffnung und beantworten Sie vier praktische Fragen:
- Wie viel Druck ist für die Entnahme erforderlich?
- Stoppt die Produktabgabe sauber, wenn der Druck nachlässt?
- Sammelt sich nach wiederholter Anwendung Produkt an der Öffnung?
- Bleibt der Verschluss im normalen Gebrauch sauber und praktisch?
Bei Pflegeprodukten, die tatsächlich eine gezielte Platzierung benötigen, kann auch eine Düse oder ein Applikator sinnvoll sein. Entscheidend ist die Dosieraufgabe – nicht allein ein hochwertigerer Eindruck.

Volumen und Tubendurchmesser gehören zusammen
Das Volumen sagt, wie viel Produkt die Verpackung enthält. Es sagt nicht, wie die fertige Tube aussieht oder in der Hand liegt. Zwei Tuben mit derselben Nennfüllmenge können unterschiedliche Durchmesser und Längen haben: Eine wirkt schlank und hoch, eine andere kürzer und breiter.
Dadurch verändern sich Proportion, verfügbare Gestaltungsfläche, Handhabung sowie die Verschlüsse oder Dosiersysteme, die auf dem jeweiligen Modell verfügbar sind. „Eine 50-ml-Tube“ ist deshalb noch keine vollständige Verpackungsentscheidung.
Beginnen Sie mit der gewünschten Füllmenge und vergleichen Sie anschließend Durchmesser und Proportion der tatsächlich verfügbaren Modelle. Gehört die Creme zu einer Produktlinie, sollte zusätzlich geprüft werden, ob sich das ausgewählte Modell optisch mit anderen Größen koordinieren lässt, ohne jede Produktvariante in dieselbe Konstruktion zu zwingen.
Betrachten Sie Öffnung, Verschluss, Schulter und Tubenende als ein System
Eine Cremetube besteht nicht nur aus dem bedruckten Tubenkörper. Schulter, Öffnung, Verschluss oder Pumpe und das zunächst offene Tubenende gehören zur gesamten Produktionsverpackung. Schraubverschluss, Klappverschluss, Düse oder Pumpe sind deshalb nicht beliebig austauschbar, nur weil einzelne Teile im Katalog ähnlich aussehen.
Viele Kosmetiktuben werden über das offene Tubenende befüllt und anschließend dort versiegelt. Marke, Verpackungslieferant und Abfüller sollten daher Tubenmodell, Befüllungsweg und Anforderungen an die Endversiegelung vor der Serienproduktion abstimmen. Das Marken-Team muss kein Spezialist für Abfüllmaschinen werden; wichtig ist lediglich, die Verpackung als Produktionssystem und nicht nur als leere dekorierte Komponente zu prüfen.
Auch die Gestaltung sollte auf der endgültigen Tubenproportion kontrolliert werden, damit wichtige Informationen nicht zu nah an Endversiegelung, Schulterkrümmung oder anderen Bereichen liegen, die sich nach Befüllung und Versiegelung verändern. Für die Auswahl von Veredelungsverfahren gibt es den separaten Ratgeber zu Farben, Druck und Oberflächeneffekten.
Wählen Sie das Material am realen Tubenmodell – nicht nach einer pauschalen Regel
Das Material ist wichtig, sollte aber erst bewertet werden, wenn die Verpackungsrichtung so weit feststeht, dass reale Modelle verglichen werden können. Die bessere Frage lautet nicht „Welches Material ist für Creme am besten?“, sondern: Welche Materialien sind für diese konkrete Tubenkonstruktion verfügbar und welche davon lassen sich für Rezeptur und Projekt verifizieren?
Je nach LumLun-Modell können beispielsweise PE, PE auf Zuckerrohrbasis, PCR oder andere modellspezifische Materialrichtungen verfügbar sein. Aussagen zur Nachhaltigkeit sollten sich auf die bestätigte Konstruktion und die Anforderungen des Zielmarkts stützen. Ebenso sollte die Materialverträglichkeit mit der tatsächlichen Rezeptur geprüft werden, statt von einem anderen Cremeprojekt auf das eigene Produkt zu schließen.
Wenn Sie von einem Referenzbild ausgehen und Verschluss, Applikator, Durchmesser oder andere konstruktive Merkmale verändern möchten, zeigt der separate Ratgeber zur individuellen Gestaltung von Kosmetiktuben, wann ein bestehendes Modell ausreicht und wann ein anderes Modell oder ein neues Werkzeug nötig sein kann.

Drei LumLun-Tubenrichtungen für die erste Auswahl bei Cremeprojekten
Die folgenden drei realen LumLun-Modelle zeigen unterschiedliche Ausgangsrichtungen. Sie dienen der Vorauswahl und sind keine pauschalen Aussagen zur Rezepturverträglichkeit.

PE-Quetschtube mit Schraubverschluss — 30–80 ml
PE · 30–80 ml · direkte Quetschdosierung
Eine direkte Quetschdosierung als unkomplizierter Ausgangspunkt für passende Cremeprojekte.

25-mm-Pumptube für Kosmetikprodukte — 20–50 ml
PE / Zuckerrohr-PE · 20–50 ml · Pumpdosierung
Eine kompakte Tubenrichtung, wenn ausdrücklich eine Dosierung über eine Pumpe gewünscht ist.

30-mm-Airless-Quetschtube — 30–60 ml
PE / Zuckerrohr-PE / PCR · 30–60 ml · Airless-Pumpsystem
Eine Airless-Tubenrichtung, wenn diese Dosierstruktur bereits zur Projektanforderung gehört.
Nutzen Sie Muster für die jeweils richtige Fragestellung
Nicht jedes Muster beantwortet dieselbe Frage. Ein unbedrucktes Lagermuster hilft bei Größe, Proportion, Haptik, Verschlussfunktion und der Entscheidung, ob das Modell weiterverfolgt werden soll. Ein individuell dekoriertes Muster hilft bei Farbe, Gestaltungsmaßstab, Lesbarkeit des Logos und Gesamterscheinung.
Fragen zu Fließverhalten, Dichtheit, Eignung für die Abfülllinie, Endversiegelung und Materialverträglichkeit benötigen dagegen die tatsächliche oder eine möglichst ähnliche Rezeptur sowie den relevanten Abfüllprozess. Eine optisch überzeugende leere Tube kann diese Punkte nicht allein bestätigen.
Allgemeine LumLun-Projektdaten: Die übliche Mindestbestellmenge für kundenspezifische Projekte liegt bei 10.000 Stück. Für Lagermuster fällt keine Produktgebühr an; die Versandkosten trägt der Kunde. Ein individuell dekoriertes Muster kostet 200 USD und benötigt in der Regel 12–15 Tage. Die Serienproduktion dauert typischerweise 30–35 Tage ab Eingang der 50%igen Anzahlung, vorbehaltlich der endgültigen Projektfreigabe.
In fünf Schritten zur passenden Cremetube
- Creme und Anwendung beschreiben. Reales Fließverhalten, Anwendungsbereich und Zielvolumen festhalten.
- Dosierweise wählen. Entscheiden, ob zunächst Quetschtube, Pumptube oder Airless-Quetschtube verglichen werden soll.
- Öffnung prüfen. Öffnung und Rezeptur zusammen bewerten, ohne sich auf eine pauschale Viskositätsregel zu verlassen.
- Reales Modell bestätigen. Volumen, Durchmesser, Proportion, Verschluss und die am Modell verfügbaren Materialien als ein System prüfen.
- Das passende Muster für die nächste Entscheidung nutzen. Von einem leeren Muster keine Aussagen erwarten, die nur eine Funktions- oder Abfüllprüfung beantworten kann.
Häufige Fragen zu Cremetuben
Welche Tube eignet sich am besten für Gesichtscreme?
Es gibt keine einzige Tubenform, die für jede Gesichtscreme die beste ist. Quetschtube, Pumptube oder Airless-Quetschtube können je nach Fließverhalten, Dosierung, Füllmenge, Öffnung und bestätigtem Modell sinnvolle Ausgangspunkte sein.
Braucht eine reichhaltigere Creme immer eine größere Öffnung?
Nein. Unterschiedliche Rezepturen verhalten sich durch verschiedene Öffnungen unterschiedlich. Eine allgemeingültige Regel von Viskosität zu Öffnungsgröße gibt es nicht. Entscheidend ist die Prüfung mit der tatsächlichen oder möglichst ähnlichen Rezeptur.
Ist eine Pumptube für Creme besser als eine Quetschtube?
Nur wenn die Pumpdosierung eine konkrete Anforderung des Projekts löst. Wenn direktes Drücken bereits die gewünschte Anwendung ermöglicht, kann eine klassische Quetschtube die einfachere Lösung sein.
Welche Tubengröße sollte ich für Gesichtscreme wählen?
Beginnen Sie mit der gewünschten Nettofüllmenge und vergleichen Sie anschließend den tatsächlichen Durchmesser, die Länge und die Proportion der verfügbaren Modelle. Die Füllmenge allein definiert die fertige Tube nicht.
Kann ich einen Schraubverschluss später einfach gegen einen Klappverschluss oder eine Pumpe austauschen?
Nicht unbedingt. Verschluss- und Pumpoptionen hängen vom bestätigten Tubenmodell, der Schulter und der Bauteilkonstruktion ab. Ein anderes Dosiersystem kann ein anderes Tubenmodell erfordern.
Was sollte vor der Serienproduktion geprüft werden?
Je nach Projekt sollten Materialverträglichkeit, Dosierverhalten, Produktfluss an der Öffnung, Verschlussfunktion, Dichtheit, Endversiegelung, Eignung für die Abfülllinie und Dekoration an der tatsächlich vorgesehenen Verpackung bestätigt werden.
Konkrete Verpackungsmodelle für Ihr Projekt prüfen
Vergleichen Sie zuerst konkrete Modelle und bestätigen Sie anschließend Füllmenge, Material, Dosierkomponenten, Veredelung, Bestellmenge und Kompatibilität.





